[Artikelhinweis] Elsevier als Datenkonzern

Via irights.info wurde ich auf die Thematik aufmerksam.

„„Die Daten fließen nur in eine Richtung, nämlich von der Wissenschaft zu Elsevier“ – Yuliya Fadeeva zum Datentracking durch Verlage“ vom 06.03.2026

https://irights.info/artikel/datentracking-elsevier-yuliya-fadeeva-interview/32777 (Abgerufen am: 03.11.2026)

Yuliya Fadeeva beschreibt im Interview, dass sich Elsevier vom Verlag zu einem Data-Analytics-Konzern gewandelt hat, der sein Geld mit Zeitschriften, Analytics-Produkten und dem Handel von Daten verdient.

Ein Gewinn von 1,172 Milliarden Pfund im Jahr 2024 zeigt, wie lukrativ dieses Modell ist, zumal die DEAL-Preise deutlich über den geschätzten Produktionskosten liegen.

Fadeeva spricht von einer epistemischen Asymmetrie, da Daten über Forschende und Institutionen nur in Richtung Elsevier fließen und die Wissenschaft nicht erfährt, was damit geschieht.

Besonders Einzelpersonen sind durch den Druck des Reputationssystems abhängig und die Verlagsangebote prägen zunehmend die Messung wissenschaftlicher Qualität.

Als Ausweg fordert sie öffentlich getragene Publikationsinfrastrukturen, die nach EU-Recht aktiv zum Standard gemacht werden, sowie informierte Publikationsentscheidungen der Forschenden.

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