Via Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg wurde ich auf die Thematik aufmerksam.
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (2026, Februar). Geschichte des Lebens. Wie nachhaltig sind Datenbanken? https://www.fau.de/2026/02/news/geschichte-des-lebens-wie-nachhaltig-sind-datenbanken/ (Abgerufen am: 20.10.2026)
Ein internationales Team unter der Leitung von Forschenden der FAU hat untersucht, wie lange paläontologische und geowissenschaftliche Datenbanken zugänglich bleiben.
Von den 118 erfassten frei zugänglichen Datenbanken bestanden 85 Prozent weniger als 15 Jahre, knapp die Hälfte sogar höchstens fünf Jahre.
Als Hauptgrund nennen die Forschenden die Förderzyklen, denn für eine dauerhafte Pflege fehlen meist Geld und Personal.
Die Autorinnen und Autoren fordern eine Grundfinanzierung der Infrastruktur, internationale Kooperationen sowie standardisierte und interoperable Systeme.
Ein gutes Beispiel ist die Global Biodiversity Information Facility, die von mehreren Ländern gemeinsam getragen wird.
Zudem soll der wissenschaftliche und wirtschaftliche Wert der Datenbanken offensiver kommuniziert werden, denn allein die drei wichtigsten werden auf mehrere Milliarden Euro geschätzt.
Studie:
Dowding, E.M., Dunne, E.M., Collins, K.S. et al. The billion-dollar case for sustaining palaeontology’s digital databases. Nat Ecol Evol 10, 594–605 (2026). https://doi.org/10.1038/s41559-026-02985-8
Kommentar verfassen